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Philippinen
Landschaft Klima Politik / Geschichte Wirtschaft
Landschaft Die Philippinen sind die nördlichste Inselgruppe des Malaiischen Archipels und erstrecken sich auf 1.850 km Länge zwischen Borneo und Taiwan. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und zumeist Gipfel eines teilweise unter Wasser gelegenen Gebirgsmassivs. Auf den Philippinen gibt es etwa 20 aktive Vulkane, Erdbeben sind relativ häufig. Die kleineren Inseln sind zumeist gebirgig, während sich auf den beiden größten Inseln, Luzon und Mindanao, weite Ebenen und fruchtbare Täler erstrecken und die Topographie im allgemeinen abwechslungsreicher ist. Der höchste Berg des Landes ist der auf Mindanao gelegene Apo mit 2.954 Metern
Klima Das Klima der Philippinen ist tropisch und weist eine Trockenzeit von April bis Juni und eine Regenzeit von Juni bis Oktober auf. Die heißesten Monate sind der April und der Mai. Die Inselgruppe liegt innerhalb des stärksten Zyklongürtels der Welt und wird jährlich von etwa 15 Wirbelstürmen heimgesucht. In Manila fallen im Jahresdurchschnitt 2.080 mm Regen. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen schwanken zwischen 21°C und 34°C.
Politik/Geschichte Die ersten Bewohner der Philippinen wanderten vermutlich vor etwa 250.000 Jahren vom asiatischen Festland aus ein, eine verstärkte Zuwanderung anderer Völker erfolgte vor allem nach dem 3. Jahrhundert vor Christus. zunächst entwickelte sich eine eigenständige philippinische Zivilisation, frei von stärkeren ausländischen Einflüssen, die sich erst zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert bemerkbar machten, als arabische, japanische und chinesische Kaufleute auf die Philippinen kamen. Ende des 14. Jahrhunderts begann mit der Ankunft des arabischen Gelehrten Makdum auf dem Archipel Sulu die Islamisierung der Inseln. 1521 landete der in spanischen Diensten stehende portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan auf den Philippinen, die für die nächsten 350 Jahre zur spanischen Besitzung wurden. Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich eine Unabhängigkeitsbewegung, 1896 kam es zum Aufstand gegen die Kolonialmacht und schließlich wurde 1898 die Unabhängigkeit erklärt. Diese währte allerdings nur kurze Zeit, da im Verlauf des Spanisch-Amerikanischen Krieges die Philippinen an die Vereinigten Staaten von Amerika fielen. Nach Unterzeichnung des Friedensvertrages von 1902 entbrannte ein Konflikt zwischen den USA und bewaffneten Widerstandsgruppen der muslimischen Bevölkerung von Mindanao, der mehr als eine Million philippinischer Opfer forderte. Zwischen 1916 und 1935 wurde schrittweise die Selbstverwaltung eingeführt, dem Generalgouverneur der USA war jedoch weiterhin das Vetorecht vorbehalten. Die endgültige Entlassung des Landes in die Unabhängigkeit wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die japanische Besatzung zwischen 1942 und 1945 verzögert. Im Jahre 1946 erlangte die Inselgruppe schließlich doch die Unabhängigkeit, blieb aber unter starkem wirtschaftlichen Einfluss der USA. 1965 wurde Ferdinand Marcos zum Präsidenten gewählt. Er verhängte 1972 das Kriegsrecht und regierte bis 1986, als Corazon Aquino, die Witwe des Oppositionsführers Benigno Aquino, die Wahlen für sich entscheiden konnte und Marcos ins Exil gezwungen wurde. Im Januar 2001 wurde Gloria Macapagal-Arroyo zur Präsidentin gewählt.
Wirtschaft Während der 20 Jahre dauernden Regierung von Ferdinand Marcos (1965-1986) kam die Wirtschaft der Philippinen durch die Vergabe von Monopolen an seine engsten Mitstreiter fast zum Stillstand, nationale und ausländische Investitionen blieben aus Nach der Absetzung von Marcos musste die Wirtschaft erst wieder langsam in Gang gebracht werden, ein Vorhaben, das jedoch erst 1992 nach der Annahme eines Wirtschaftsplanes des Internationalen Währungsfonds (IWF) ernsthaft in Angriff genommen wurde. Grundlage der Wirtschaft ist die Landwirtschaft, wobei auf 80% der nutzbaren Fläche Reis, Mais und Kokospalmen angepflanzt werden. Die Inseln zählen auch zu den weltweit größten Produzenten von Nutzholz. Bodenschätze, wie Kalkstein, Marmor und Erdöl, werden ebenfalls abgebaut. Wichtige Bereiche der Industrie sind die Erzeugung von Textilien, von pharmazeutischen und chemischen Produkten sowie die Montage von Elektroteilen und Fahrzeugen. Im Jahre 2002 belief sich die Inflationsrate auf 3,1%, die Arbeitslosenrate lag bei 12%.
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